Social Trading

Was ist Social Trading?

Es ist eine neue Form des Handelns mit großer gesellschaftlicher Orientierung. Ganz nach dem Motto „von Trader für Trader“ veröffentlichen private Investoren ihre Trades und Strategien, welche andere Trader nachahmen und sogar automatisch kopieren können. Dadurch entsteht eine hohe Transparenz in einem in Echtzeit arbeitenden System und eine Chance für Einsteiger Traden zu lernen und vom Wissen der Masse zu profitieren.

Alles begann vor 6 Jahren in Griechenland mit Zulutrade, ein Jahr später folgte eToro aus Zypern. Der Grundstein für diesen neuen Trend wurde aber schon viel früher gelegt. Und zwar seit dem ersten Börsenbrief! Denn dieser ist nichts anderes als die Weitergabe von Signalen an interessierte Trader. Im Vergleich dazu erhalten die Trader von Social Trading Netzwerken heute ihre Signale in Echtzeit. Außerdem wurde das Signale und Meinungen liefern weiterentwickelt, zum automatischen Kopieren von Handelsaktivitäten.

 

Die Anbieter

Seit dem Start von Zulutrade hat sich am Social Trading Markt einiges getan. Allein mir sind 15 verschiedene Anbieter bekannt die sich in Form ihres Systems (automatisches Kopieren oder Signalgeber), ihrer Vergütungsmethoden für Profis, die Verfügbarkeit der handelbaren Investmentprodukte, der Handelssoftware und der Kosten (z.B. Spreads) unterscheiden. Mittlerweile bieten manche Broker auch an ihr Konto mit einer Social Trading Plattform zu verbinden, somit ist es möglich den unter Profis weit verbreiteten Metatrader (MT4 oder MT5) zu verwenden.

Die Unternehmen selbst, die hinter den Handelsplattformen stehen, verdienen ihr Geld durch die Spreads die beim Kauf von Wertpapieren, Währungspaaren, CFD`s und Rohstoffen anfallen. Diese Spreads sind für den Einzelnen recht gering aber die Masse der ausgeführten Trades sorgt für den nötigen Umsatz um die Plattformen zu betreiben.

 

Warum Social Trading?

Wer wie ich Interesse am Finanzmarkt hat und sich für Aktien, Forex, CFD`s und Rohstoffe interessiert wird schnell den Spaß an solchen Plattformen finden. Zuerst fängt man damit an anderen zuzusehen, die Entscheidungen und die Strategie erfahrener Trader zu verstehen und diese für sein eigenes Depot zu kopieren. Man bildet sich selbst weiter, durch Internetrecherche, Bücher oder von den Anbietern bereitgestelltes Schulungsmaterial wie Webinare oder Videos. Nach und nach lernt man immer mehr Facetten und Strategien kennen und testet diese in seinem Demokonto. Man kann es mit einem umfangreichen Strategiespiel vergleichen in dem man den effizientesten Weg sucht um zu gewinnen, und gewinnen bedeutet hier den Markt zu schlagen. Durch das Kennenlernen der verschiedenen Investmentprodukte und der unterschiedlichsten Strategien bereitet man sich vor um an den Börsen dieser Welt handeln zu können.

Wie schon erwähnt solltet ihr immer zuerst mit einem Demoaccount anfangen und alle Funktionen der Plattform mit virtuellem Geld austesten. Erst wenn ihr etwas erfahrener seid und euch mit dem System vertraut gemacht habt solltet ihr mit Echtgeld anfangen.

 

Die Community

Die Nutzer der Plattformen setzen sich zum größten Teil aus privaten Investoren zusammen, nur ein kleiner Prozentsatz sind professionelle Trader die tagtäglich ihr Geld mit dem Handel an der Börse verdienen. Das liegt aber daran, dass es einfach viel mehr Privatleute als professionelle Trader gibt. Wenn ihr auf den Plattformen aufmerksam die Beschreibungen der erfolgreichsten Trader anseht werdet ihr merken, dass viele von ihnen professionelle Trader sind oder hobbymäßig seit einigen Jahren schon an der Börse tätig sind.

Durch die Beschreibungen stellen sich die Trader selbst und auch oft ihre Strategie vor. Verbunden mit der Einsicht in alle aktuellen und vergangenen Trades des Traders, seinem Depotverlauf und seiner Gewinn- und Verluststatistik ergibt sich eine sehr hohe Transparenz der Teilnehmer. Ihr könnt einen Trader ausgiebig analysieren bevor ihr euch entschließt ihm zu folgen oder ihn zu kopieren. Außerdem gibt es in den meisten Plattformen eine Funktion um Handlungen des Traders zu kommentieren. Hier könnt ihr euch ebenso erkundigen was andere Nutzer an einem Trader gut finden oder kritisieren.

Die besten Trader findet ihr in den Ranglisten. Dieses Feature hat jede Plattform, da es das Finden der besten Trader doch sehr vereinfacht. Wichtig bei der Auswahl des Traders sind nicht nur die Performance, das Money Management oder die Risikobereitschaft sondern auch die Kontinuität des Erfolgs. Jedoch solltet ihr nicht nur auf einen Trader setzen, um euer Risiko zu streuen. Es ist empfehlenswert ca. 5 verschiedene Trader zu kopieren bzw. mehreren der guten Signalgeber zu folgen, um einen möglichen Ausfall besser kompensieren zu können.

 

Geld verdienen

Auch wenn das Social Trading Spaß macht so versucht man doch damit sein Geld zu vermehren, daher werden diese Plattformen auch Social Investment Networks genannt. Ihr habt die Möglichkeit durch euer eigens angesammeltes Wissen und durch die Meinung der Community eine positive Rendite zu erwirtschaften. Solltet ihr euch selbst nicht sicher genug sein mit dem Umgang am Finanzmarkt könnt ihr euch auch dafür entscheiden einen Trader zu kopieren. Durch diese Funktion werden alle Trades des kopierten Traders mit eurem bereitgestelltem Kapital ausgeführt. Wenn der Trader mit 5% seines Kapitals etwas kauft dann tut ihr das auch. Der Vorteil dabei ist ihr müsst nicht wirklich viel vom Traden verstehen, ihr müsst nur die richtigen Trader finden denen ihr euer Geld anvertraut. Der Nachteil ist natürlich, dass ihr die Zukunft eures Geldes in die Hände eines Anderen legt. Ihr könnt das Kopieren natürlich jederzeit abbrechen aber mit einer Fehlentscheidung des Traders müsst ihr auch leben können.

Die dritte Methode Geld zu verdienen ergibt sich aus dem erfolgreichen Handeln auf den Plattformen. Jeder Anbieter bietet seinen Tradern eine Verdienstmöglichkeit an. Umso mehr Leute euch folgen oder euch kopieren umso mehr Geld könnt ihr nebenher einsacken. Je nach Anbieter werdet ihr für die Menge der umgesetzten Lots bezahlt, die prozentuale Rendite die ihr erwirtschaftet oder nur nach der Zahl der Trader die euch im Durchschnitt im Monat kopieren. Egal welche Variante, alle sind abhängig davon wie viele Trader euch ihr Geld anvertrauen, umso mehr Follower desto mehr Nebenverdienst für euch. Jedoch müsst ihr auch gut genug sein damit sich die privaten Investoren für euch als Trade-Guru entscheiden. Manch einer nutzt diese Möglichkeit um seinen guten Ruf als erfolgreicher Trader auszubauen.

An dieser Stelle sei noch gesagt, dass es nicht immer notwendig ist selbst mit echtem Geld zu handeln um ein bezahlter Guru zu werden. Die Plattform Wikifolio zum Beispiel: Hier wird jedem erlaubt ein Depot zum Aktienkauf zu erstellen. Ist dieses Depot verifiziert können die privaten Investoren in euch investieren, ohne dass ihr eurem Depot Echtgeld hinzugefügt habt.

Und als übliche Marketingmaßnahme wird das „Wirb einen Freund“ Prinzip oft eingesetzt, bei dem ihr Vergütungen in Form von Gutscheinen für euer Depot bekommt.

 

Risikohinweis

An dieser Stelle möchte ich noch ein paar ernüchternde Worte loswerden. Ja, Social Trading macht Spaß und ja man kann damit auf verschiedenste Weise Geld verdienen, aber: Egal welche Plattform und egal welche Tradingstrategie ihr wählt es gibt keine Garantie für Erfolg. Ihr müsst immer damit rechnen, dass ihr auch Geld verlieren könnt. Daher mein Rat: Verwendet nur so viel Geld wie ihr auch entbehren könnt. Am besten ihr seht die Einzahlung nicht als Investition sondern als Kauf, so erspart ihr euch den Ärger falls es mal Verluste geben sollte.

 

Fazit

Ich kann nur jedem raten es auszuprobieren, es macht Spaß und ist ein sinnvoller Zeitvertreib. Wenn dabei sogar noch Geld gemacht werden kann umso besser. Doch Vorsicht, Verluste können auftreten. Daher rate ich auch jedem zuerst mit einem Demoaccount anzufangen. Demoaccounts werden von fast jedem Anbieter bereitgestellt. Eignet euch zuerst etwas Wissen um den Finanzmarkt an bevor ihr Echtgeld einsetzt.

Zum Schluss wünsche ich euch viel Spaß beim Traden und beim informieren auf der Webseite!

 

7 Thoughts on “Social Trading

  1. Petra Lorkowski on 5. Mai 2014 at 15:33 said:

    Hallo und guten Tag,
    ich finde Ihre Seite sehr interessant, mich würde interessieren bei welchem Portal Sie nun gelandet sind, nachdem Sie mehrere ausprobiert haben. Ich habe heute ein Demo-Konto bei etoro angelegt und bin nun verunziert, ich habe so viele Erfahrungsberichte heute gelesen, wo Betroffene raten die Finger davon zu lassen. Was meinen Sie dazu?
    Beste Grüße
    Petra

    • Hallo Petra,
      danke für das Interesse, ich hoffe in nächster Zeit weitere Plattformen vorstellen zu können.
      Zu deiner Frage: Zur Zeit habe ich ein Konto bei eToro, mehrere Wikifolios und ein Demokonto bei Zulutrade, eToro und Wikifolio betreibe ich mit echtem Geld. Zunächst einmal muss unterschieden werden was man traden will? Forex, CFDs oder Aktien? Aktien sind allgemein nicht so risikobehaftet wie Forex und CFDs, allerdings winkt das Risiko mit den höheren Renditen. Das es negative Berichte über die Social Trading Plattformen gibt ist normal, denn jeder der verliert fühlt sich betrogen. Es ist auch wirklich so das die Mehrzahl der Trader verlieren. Das liegt aber nicht am System selbst sondern an der Strategie der Trader bzw. das nicht Vorhandensein einer Strategie. Wer z.B. bei eToro nur auf einen Trader vertraut kann urplötzlich sehr schnell sein ganzes Kapital verlieren.
      Ich bin ganz gut damit gefahren 20 Trader zu kopieren. Ich habe nach einer anfänglichen Bauchlandung mit dieser Strategie meinen Einsatz verdoppelt, in einem Zeitraum von ca. 10 Monaten. Das ist natürlich keine Garantie das es immer so ist, aber es beweist das es möglich ist. Bei Wikifolio habe ich bisher erst einen Gewinn von 5%.
      Bei allen Plattformen habe ich immer erst mindestens einen Monat im Demokonto verbracht, das empfehle ich auch jedem.
      Beste Grüße
      STE

  2. Jörg Strangfeld on 23. Februar 2016 at 14:47 said:

    Hallo STE,

    Merci für die ersten Eindrücke zu ST. Mit ST habe ich mich bisher noch nicht beschäftigt. Das Thema finde ich spannend. Ich habe das Gefühl, dass mir ST liegt und auch Spaß bringen wird. Die auf dieser Website Hinweise sind für mich sehr hilfreich und wertvoll, Sie geben mir eine sehr gute Orientierung. Natürlich will ich mich noch intensiver mit dem Hintergrund des ST beschäftigen und dann via Demokonto „Morgenluft“ schnuppern bzw. Probefahren.
    Freundliche Grüße und Ihnen beste Erfolge
    Jörg Strangfeld

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